Widerstand braucht weder Schuhe noch Schlappen. Widerstand geht auch barfuss. Alles was die Mönche in Rangoon brauchen ist ihr Verstand. Frei von Angst und Zweifeln entscheiden sie sich für die Solidarität mit den Menschen von Burma. Kein Zaudern, kein Lamentieren, keine Gewalt. In ihren Gesichtern funkelt Entschlossenheit. Strahlende Erhabenheit gegen kalten Stahl. Nackte Menschen gegen fremdgesteuerte Apparate, überforderte Marionetten. Die Uniformen schiessen und die Menschen laufen. Ein paar unentwegte Bürger verstecken sich und filmen die ganze Scheisse. Die Unentwegten gehören zu den Menschen. Sie filmen alles was die Andern mit den Menschen machen. Sie filmen wie die Andern die Menschen auf irgendwelche Trucks schmeissen, filmen wie die Lumpen japanische Journalisten erschiessen und filmen wie tote Mönche in Teichen schwimmen. Der Wandel war schon oft genug weit weg in Burma. Doch wenn man mal so nah dran war, scheint er unerreichbar.
Heute Freitag steht der Burkhalter und die Schlumpf neben Aung San Suu Kyi. Der Aussenminister hat sogar seine Frau dabei. Er bleibt noch ein bisschen. Bis Sonntag wahrscheinlich. Er will noch ein wenig wenig ausloten was in Sachen Investitionen für Schweizer Firmen so möglich ist.
