Montag, 12. März 2012

Der Knochenmann (2009) - Wolfgang Murnberger


Im Wirtshaus Löschenkohl sitzen an der Bar der Bernhard, der Bierbichler, die Minichmayr und die Jelinek. Über was sich die vier unterhalten, kann man nicht hören. Irgendetwas im Keller des Löschenkohls macht einen saumässigen Lärm. Aus der Küche an die Bar tritt der Wirt, der Seppi. "Woats wos trinkn?" Bernhard und Jelinek lehnen ab, der Bierbichler und die Minichmayr bestellen ein Bier. Bernhard studiert das Holz des Tresens und fragt den Wirt: "Was ist schlimmer, der Terror in Afghanistan oder der Terror hier im Lötzschental?" Der Wirt versteht nicht ganz und sagt irgendwas, wahrscheinlich, dass er die Frage nicht verstanden habe. Es ist eindeutig zu laut. "Das geht gleich vorbei", meint der Wirt. Die Jelinek fragt, was denn da unten im Keller los sei. Das sei für die Hendl, brüllt der Löschenkohl. "I moch Tierfutter, verstehst?" Die Jelinek erklärt darauf, dass sie Vegetarierin sei und das mit dem Tiereessen ja so eine Sache ist. Aus der Küche hinzu tritt nun der Sohn des Wirts, der Porsche Pauli. Der Vater knallt dem aufgebrachten Sohn ansatzlos eine runter. Porsche Pauli fällt hin, steht auf und droht dem Vater mit dem Zeigefinger ein Loch in den Kopf: "Das war das letzte Mal, dass du mich angefasst hast". Die Tränen laufen dem jungen Burschen übers Gesicht. Vor Wut schäumend stürzt er zum Ausgang und ruft irgendetwas hinterher - wahrscheinlich, dass er den Vater umbringen werde. Stille. Endlich, sagt die Minichmayr. Schade, sagt der Bernhard. "Manchmal bin ich ganz froh, wenn ich die Leut nicht versteh". Die Jelinek nickt zustimmend und bestellt doch noch was: "Ein Radler bitte".