Donnerstag, 16. Juni 2011

El Aura (2005) - Fabián Bielinsky

Männer gehen in den Wald und töten Tiere. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Männer überfallen einen Geldtransport. Auch das war schon immer so und wird ebenfalls so bleiben. Männer schlagen Frauen. Ja, auch das wird leider bleiben. Einer ist immer schuld und meistens der Mann. Verführt und getrieben geniessen wir Männer, wir richtigen Männer, schmatzend und voller Inbrunst unser Dasein. Richtig, richtig. Denn einfach nur halb ist scheisse. Halb ist für Frauen und Schwuchteln. Wenn schon denn schon. Fleisch, Geld, Macht. Das ist das, was uns antreibt. Das ist das, was uns wärmt. Vergewaltiger, Wirtschaftskriminelle, Kriegsverbrecher, Massenmörder und Kinderschänder. Alles Männer. Freie Fahrt, the autopilot is on. Eine Lösung und ein Ende des weltgrössten Misstandes namens Mann ist nicht in Sicht. Freilich, Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber eben, die Regel ist die Regel und die Regel bleibt die Regel. Wenn sich aber ein richtig unrichtiger und somit richtiger Mann basteln liesse, müsste er auf jeden Fall so aussehen wie Ricardo Darín. Innen kann es gern Mutter Theresa, Elfriede Jelinek, Daniela Katzenberger, Rosa Luxemburg oder die eigene Mutter sein. Am besten ein gutes Stück von allen. Nur bitte nicht der Kavaliere, klein Nicolas oder der Fifa-Sepp. Parolen neigen irgendwann gerne zur Abgeschmacktheit. Eine Parole muss aber bleiben: Frauen an die Macht!