Mittwoch, 17. November 2010

Nostalghia (1983) - Andrej Tarkowskij

Wenn man es recht bedenkt, dann ist das Leben vielleicht doch nicht so schwer. Das Leben doch nicht so hart. Welch wunderbarer Gedanke. Das Leben ist einfach.. Doch ist es das wirklich? Ich sag mal.. ja. Warum denn nicht? Die Lösung dazu finden wir doch in unserer eigenen Natur. Doch warum schauen wir nicht hin? Da ist doch alles. Da. Da ist es. Dieses grosse Alles. Hand in Hand mit dem noch viel grösseren Nichts. Doch warum uns das Blut aus den Nasen tropft, Staaten uns zur Emigration zwingen, und warum wir unsere Familien im Stich lassen und dahingleiten auf den Wogen des Egoismus, ist eben so leicht zu erklären wie wir es seit Jahrtausenden verstanden haben unsere Welt systematisch und voll schrecklicher Leidenschaft in Schutt und Asche zu legen. Schauen wir doch ganz einfach in den Spiegel. Die Erklärung ist doch wirklich nicht schwer. Die Spiegel halten dem Druck ja vorteilhafterweise stand. Die haben wir ja schliesslich auch erfunden, diese Spiegel. Das wäre doch gelacht, wenn wir Menschen nicht doch noch das eine oder andere glänzend zu Wege gebracht hätten. Und sind wir ehrlich. Wer will denn schon für den ganzen Scherbenhaufen verantwortlich sein? Also ich nicht. Da bleibe ich lieber weiter auf der Suche nach etwas Besserem. Nach etwas, das mir vielleicht besser steht. Ein neues Land, eine neue Liebe, ein neues Glück. Doch das Glück wird nie neu. Es war schon immer da. Schon ewig. Doch leider sind wir zu beschäftigt es zu sehen. Herrje, herrje. Wenn es doch so einfach wäre.. Ach, wenn man es recht bedenkt sind diese Worte doch eifach nur schrecklich. Meine Güte, herrje, herrje. Ach, hör mir doch auf!