
Mehr ist manchmal weniger. Es ist dann zum Beispiel ein Mehr der Worte. Ein Meer voller Wörter. Ein überdimensionierter Wörtertümpel. Eine Pfütze aus Hülsen. Es ist alles mehr und es ist alles zuviel. Was nicht gesagt werden musste, wurde gesagt. Und was voll Dringlichkeit gesagt werde muss, wird überhört. Überhört durch das Getöse von politischen Reden, das Schwadronieren der Grossen, das Gesabbel der Kleinen und dem Schweigen der Mitte. Von allem zu viel und von allem zu wenig. Mr. Chance. Sie sind das, was man heutzutage als dumm bezeichnen würde. Dumm wie Brot. Wie Stroh. Wie die Nacht. Doch bitte lassen Sie sich durch diese Begrifflichkeiten nicht irritieren. Die Welt ist neu für Sie, ich weiss. Das alles hier sehen Sie zum ersten Mal. Nach ungefähr 60 Jahren treten Sie das erste Mal raus auf die Strasse. Ich bitte um Verzeihung, wenn ich Sie gerade älter gemacht habe als Sie sind. Nun ja. Ich heisse Sie herzlich willkommen. Das ist sie. Unsere Welt. Die Welt wird fasziniert sein von Ihnen. Ganz bestimmt. Doch bitte verzeihen Sie mir eine weitere Unverschämtheit. Leider muss ich Ihnen sogleich den Wind aus den Segeln nehmen. Die Faszination für Sie wird nachlassen. Glauben Sie mir. Sie werden von der Ihnen noch wohl gesinnten Gesellschaft irgendwann ausgespuckt. Wie ein nasser Lappen landen Sie dann auf dem kalten Asphalt. Doch Sie haben Glück. Der Bordstein wird Sie nicht anzählen. Nein. Warum auch? Sie haben ja schliesslich keine Ahnung wie Sie hierher gekommen sind. Sie hinterfragen es auch nicht. Sie stehen einfach wieder auf und sind Mr. Chance. Oder Chauncey Gardiner. Oder wer auch immer. Danke dafür.