
„God gave us relatives. Thank god we can choose friends“. Das stimmt. Wir können Freunde einfach so auswählen. Und wenn wir keinen Bock mehr haben, dann knallen wir sie auf den Müll und beschränken uns auf den Rest. Aber auch dieser Freundesrest wird irgendwann immer kleiner. Aber das macht nichts. In Wahrheit geht es doch eigentlich nur um den Rest des Rests. Um ein Krümelchen Freundeskuchen sozusagen. Das ist nicht viel. Aber genug. Und dann gibt es aber Menschen, die haben ganz ganz viele Freunde. Sagen wir mal ungefähr 4´983. Bei Facebook zumindest. Sind diese Menschen jetzt wirklich so beliebt oder leiden sie lediglich an einer ausgeprägteren Form von Profilierungs– und Geltungsneurose, fragt man sich. Oder sind diese Menschen eventuell gar vom sogenannten Asperger-Syndrom befallen? Kann doch sein. Sie verlassen ihre Wohnungen nur selten, scheuen den sozialen Kontakt, haben aber trotzdem 4´983 Freunde. Max aus „Mary and Max“ leidet nämlich an genau diesem Asperger-Syndrom. Ich weiss, das war jetzt eine sehr dilettantische Überleitung. Doch um genau diesen Max geht es in diesem Film. Und eben auch um die Mary. Und dann geht es noch um Freundschaft, Liebe und die Wahrheit. Max ist nämlich ein ganz grosser Verfechter dieser Wahrheit. Er ist quasi der Vorreiter der Wahrheit. Er betritt einen überfüllten Lift, furzt leise in die Runde und hebt die Hand zum Zeichen seines Schuldgeständnisses. Nicht, dass Max diese stinkende Unsitte lustig fände. Im Gegenteil. Sie ist ihm sogar unendlich peinlich. Trotzdem. Max, insgeheim wollen wir doch alle so sein wie du. P.S: Wussten Sie, dass Schildkröten durch den Anus atmen? "Aspies for freedom".