Montag, 31. Mai 2010

Cassandra´s Dream (2007) - Woody Allen

Manche Dinge im Leben werden sich nie ändern. Hier eine kleine Aufzählung von Dingen, deren Wiederkehr so sicher ist wie der heutige Rückritt von Horst Köhler: Männer gehn mit Autos auf Frauenfang. Die berufliche Karriere allein sorgt für das Seelenheil. Schuldgefühle sind unerträglich. Frauen stehen auf Geschenke. Anzüge und Uhren machen einfach was her. Nach Theatervorstellungen wird Schauspielern gnadenlos ins Gesicht gelogen wie gut sie doch waren. Menschen gehen für Geld über Leichen. Das Leben geht weiter. Selbstmord wird häufiger in Betracht gezogen, als man denkt. David ist neidisch auf Goliath. Der Zweck heiligt die Mittel. Telefonkonferenzen sind wichtig. So ein Whiskey hilft nur bedingt. Die Fingernägel eines Automechanikers sind grundsätzlich schwarz und die Polizei trifft immer am Tatort ein. Egal, ob man nun den Kerl mit einem Hammer, einer Schere, einer Pistole oder einem Bunsenbrenner umbringt. Das Leben nach der Tat wird für manchen zur reinsten Tortur. Für manchen nicht, für manchen schon. Dostojewski´s Raskolnikow litt bitterlich. Woody Allen´s Terry genauso. Jaja. Aber was machen denn beispielsweise Leute wie Mladic, Karadzic oder Kim Jong II? Leiden die auch? Kann sein. Kann aber auch nicht sein.